Blut spenden

Bis heute ist es Forschern und Medizinern nicht gelungen, Blut künstlich herzustellen. Daher ist allein der Körper selbst im Stande, die lebenswichtige Körperflüssigkeit zu bilden. Ob nun durch einen schweren Unfall oder als Folge einer Erkrankung – beinahe jeder Mensch ist irgendwann in seinem Leben einmal auf Spenderblut angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass gesunde Menschen regelmäßig Blut spenden und somit unter Umständen Leben retten.

Verschiedene Arten der Blutspende

Bei der gängigen Vollblutspende werden der Vene 500 ml Blut entnommen.

Bei der gängigen Vollblutspende werden der Vene 500 ml Blut entnommen.

Die sogenannte Vollblutspende ist die am häufigsten angewandte Spendenart. Hierbei werden aus einer Vene etwa 500 ml Blut entnommen, das konserviert und untersucht wird. Bei Eignung wird das Blut in unterschiedliche Blutprodukte aufgeteilt und eingelagert.

Wird eine Operation geplant, kann der Patient mit einer Eigenblutspende vorsorgen. Dazu kann dieser vor der Operation bis zu vier Mal Blut spenden, das dann während der Operation den eigenen Blutverlust ausgleichen kann. Da der Patient so sein eigenes Blut bekommt, ist dieses optimal verträglich.

Neben der Vollblutspende können auch einzelne Bestandteile des Blutes gespendet werden. Dazu zählen beispielsweise Blutplasma oder sogar Stammzellen. Nicht benötigte Bestandteile des Blutes, werden dem Körper wieder zugeführt.

Während das Blutspenden bei einer Vollblutspende lediglich fünf bis zehn Minuten dauert, beträgt die Spendendauer beim Spenden einzelner Blutbestandteile etwa 20-240 Minuten.

Welche Bedingungen müssen für eine Blutspende erfüllt werden?

Blut spenden darf jeder gesunde Mensch, der mindestens 18 Jahre alt ist und mindestens 50 Kg wiegt. In einigen deutschen Bundesländern und in Österreich ist die obere Altersgrenze mittlerweile aufgehoben. In der Schweiz ist Blut spenden ab dem 75. Lebensjahr nicht mehr erlaubt.

Wer darf Blut spenden und wie oft?

In Deutschland und Österreich ist, laut Blutsicherungsgesetz und den Richtlinien zur Hämotherapie, ein Mindestabstand von 56 Tagen, also etwa acht Wochen, zwischen zwei Blutspenden vorgeschrieben. Empfohlen wird, eine Ruhezeit von etwa drei Monaten zwischen zwei Vollblutspenden einzuhalten.

Während Männer in Deutschland insgesamt bis zu sechs Mal jährlich Blut spenden dürfen, ist es Frauen nur bis zu vier Mal im Jahr erlaubt.

Nach einer Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln oder Tetanus gilt eine Sperrfrist von vier Wochen, in denen der Geimpfte nicht am Blutspenden teilnehmen kann.

Untersuchungen des Spenders

Vor dem Blut spenden werden der gesundheitliche Zustand und die Blutwerte des Spenders untersucht. Dabei werden Blutdruck, Puls und die Körpertemperatur untersucht. Außerdem wird durch die Untersuchung eines Bluttropfens aus der Fingerkuppe der Hämoglobin-Wert festgestellt. Dieser Wert gibt Auskunft über die Spendetauglichkeit, unter anderem der Eisengehalt des Blutes, und muss gewisse weitere Richtlinien erfüllen.

Leidet der Spender an bestimmten Blutkrankheiten, wie beispielsweise einer Sepsis (Blutvergiftung), kann dieser kein Blut spenden.

Wo kann Blut gespendet werden?

Neben dem Blutspendedienst der Bundeswehr kann auch bei staatlich-kommunalen und unabhängigen Blutspendediensten gespendet werden. Am bekanntesten ist sicherlich der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz. Auch Krankenhäuser nehmen Blutspenden an.

Auf was wird das Blut vor der Weiterverwendung untersucht?

Gespendetes Blut wird, laut DRK, auf HIV-Infektionen, Syphilis, Hepatitis-A, -B und –C sowie auf bestimmte Antikörper untersucht.

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