Die schlimmsten Blutkrankheiten

Die Hämatologie befasst sich mit der Lehre des Blutes und damit auch mit den Blutkrankheiten, die im Blut entstehen können. Da das Blut im Körper eines Menschen eine grundlegende Funktion einnimmt und als Träger von Sauerstoff wirklich jeden Winkel des Körpers erreicht, sind Krankheiten im Blutbild oft entsprechend fatal und haben nicht selten den Tod zur Folge.

Leukämie ist einer der häufigsten Blutkrankheiten

Leukämie ist einer der häufigsten Blutkrankheiten

Eine der häufigsten Blutkrankheiten ist die Leukämie. Erstmals entdeckt wurde die auch Blutkrebs genannte Krankheit im Jahr 1845 von Rudolf Virchow. Bei der Leukämie bildet der Körper vermehrt weiße Blutkörperchen sowie deren funktionsunfähigen Vorstufen aus. Im Knochenmark verdrängen diese weißen Blutkörperchen die normal blutbildenden Zellen. In der Folge werden weitere Organe befallen mit einer immer stärker werdenden Schwächung des Immunsystems. Leukämie kann in chronischer Form über mehrere Jahre ohne Symptome verlaufen. Im akuten Stadium führt der Blutkrebs unbehandelt in wenigen Wochen zum Tod. Leukämie gehört zu den nicht ansteckenden Blutkrankheiten und ist auch nicht übertragbar. Krebszellen befinden sich in jedem menschlichen Körper, bilden sich glücklicherweise aber in den wenigsten Fällen zur Krankheit aus.

Die Hämophilie oder auch Bluterkrankheit wirkt sich im Blut des Menschen so aus, das die normale Gerinnung gestört ist. Hämophilie ist eine Erbkrankheit, die aber bis auf zwei dokumentierte Fälle nur Männer betrifft. Hämophilie ist in zwei verschiedenen Formen vertreten. Die Symptome zeigen sich zunächst durch Blutungen, die nicht oder nur schwer zum Stillstand kommen. Es können zudem innere Blutungen auftreten. Behandlungen erfolgen durch Medikamente, die den fehlenden Gerinnungsfaktor im Blut ersetzen. Bleibt allerdings zum Beispiel eine innere Blutung unbemerkt, führt dies zum Tod durch Verbluten. Im weiteren kann es passieren, das der Patient eine Immunabwehr gegen das Medikament aufbaut.

Die Mycosis fungoides ist eine weitere der Blutkrankheiten aus dem Blut oder besser aus den darin befindlichen T-Helfer-Zellen, die aber nicht das Blut selbst betreffen sondern im ersten Stadium die Haut des Patienten. Wie die Erkrankung entsteht, ist noch nicht geklärt. Am Anfang zeigen sich bei diesen Blutkrankheiten zunächst Hautausschläge mit Juckreiz und Schuppung. Dann geht es über zum Plaque-Stadium, dem das Tumor-Stadium folgt. Am Ende werden die Lymphknoten befallen und innere Organe wie die Leber, die Milz, die Lunge und letztendlich auch das Blut selbst angegriffen. In der ersten Stufe gilt die Krankheit noch als heilbar. Danach ist keine Heilung mehr möglich.

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