Tetanus

Der Tetanus, besser bekannt unter dem Namen Wundstarrkrampf, ist eine Vergiftung, verursacht durch die Sporen des Bakteriums Clostridium tetani. Die Sporen dieser Bakterienart kommen überall in der Natur vor und dringen über offene Wunden in den Körper ein. Unter Ausschluss von Luft vermehren sich die Bakterien und ihre Sporen sondern zwei Hauptgifte ab.

Die Toxine und Symptome beim Tetanus

Das Toxin Tetanolysin schädigt lokal den Herzmuskel und zerstört die roten Blutkörperchen. Für das Krankheitsbild entscheidend ist das Toxin Tetanospasmin. Dieses Gift befällt gezielt die Nervenzellen der Muskeln und zerstört diese. Dadurch treten folgende deutliche Symptome beim Wundstarrkrampf auf:

  • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Schweißausbrüche
  • Muskeleigenreflexe
  • Primärbefall der Kaumuskulatur mit Verkrampfung der Kiefer
  • Befall der Gesichtsmuskulatur, was zu einer starren Maske führt
  • Zerstörung der Nervenzellen der peripheren Extremitäten mit erhöhtem Muskeltonus und Muskelkrämpfen
  • Alle Muskelreflexe sind erhöht und schnell auslösbar
  • Befall der Atemmuskulatur was akute Lebensgefahr bedeutet
  • Die gesamte Köpermuskulatur verkrampft sich, die Atemmuskulatur wird gelähmt

Schutz gegen Tetanus

Gegen Tetanus kann man sich impfen lassen

Gegen Tetanus kann man sich impfen lassen

Gegen Tetanus hilft in der Vorbeugung nur eine Impfung. Die Tetanusimpfung bietet einen zehnjährigen Schutz und sollte schon bei Kleinkindern verabreicht werden. Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne vom Eintritt des Bakteriums in den Körper bis zum Auslösen der ersten Symptome, liegt bei 2-20 Tagen. Bei einer langen Inkubationszeit erinnert der Patient häufig nicht mehr, dass er sich verletzt hat. Insbesondere, wenn es sich nur um eine kleine Wunde gehandelt hat.

Das Bakterium nistet sich in allen Arten von Wunden ein:

  • Fleisch- und Schnittwunden
  • offene, schlecht heilende Wunden, beispielsweise bei Diabetikern
  • Brandwunden
  • Ekzeme
  • Bisswunden

Trotz geeigneter Behandlungsmethoden sterben noch immer 30% der Patienten. Insbesondere ältere Menschen, deren Immunsystem durch andere Erkrankungen vorgeschädigt ist, tragen ein hohes Risiko. Generell können aber Menschen eines jeden Alters an Tetanus erkranken.

Der Verdacht auf Wundstarrkrampf aufgrund der Symptome lässt sich durch den Nachweis des Toxins im Blut bestätigen. Wird Tetanus zweifelsfrei diagnostiziert, so ist Eile geboten. Mit speziellen Antibiotika kann der Krankheiterreger in den meisten Fällen wirkungsvoll bekämpft werden. Zudem werden gegen die Krämpfe spasmolytische Medikamente verabreicht. Ist die Atemmuskulatur bereits betroffen, so ist eine künstliche Beatmung unumgänglich.

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